Quellen zur Familienforschung in Baden-Württemberg 

Mar 1992, Friedrich R. Wollmershäuser

Besonderheiten der Familienforschung im deutschen Südwesten:
- gute Quellenlage
- wenig Kriegsverluste
- umfangreiche Vorarbeiten.

Die Quellen

Kirchenbücher

Zeitraum: 1531 bis heute.

- Tauf- bzw. Geburtsregister
- Eheregister
- Sterbe- bzw. Beerdigungsregister
- Konfirmationsregister, Firmungsregister
- Seelenregister, Familienregister.

Allgemein: Eckart Henning, Christel Wegeleben: Kirchenbücher. Bibliographie gedruckter Tauf-, Trau- und Totenregister sowie der Bestandsverzeichnisse im deutschen Sprachgebiet. (Neustadt/Aisch: Degener 1991) (ohne die Ortssippenbücher).

Württemberg:

Die protestantischen Kirchenbücher in Württemberg befinden sich bei den Pfarreien und sollen im Original nicht mehr vorgelegt werden, statt dessen sind die Mikrofilme im Landeskirchenarchiv zu benützen. Zweitschriften für die Zeit von 1808 bis 1875 befinden sich für viele Orte ebenfalls im Landeskirchlichen Archiv Stuttgart.

Neben den Kirchenbüchern sind auch die Kirchenkonventsprotokolle von Bedeutung, die bei den Pfarrämtern liegen und nicht verfilmt wurden. Sie enthalten Untersuchungen von Sittlichkeitsdelikten einschließlich unehelicher Geburten.

Die katholischen Kirchenbücher in Württemberg sind in den einzelnen Pfarreien einzusehen und werden zunehmend im Diözesanarchiv Rottenburg zentralisiert. Zweitschriften für die Zeit von 1808 bis 1875 befinden sich für viele Orte im Staatsarchiv Ludwigsburg.

Landeskirchliches Archiv, Gänsheidstraße 4, 70184 Stuttgart 1, 0711-2149-373 (Anmeldungen für die Mikrofilm-Lesegeräte viele Monate im voraus).

Diözesanarchiv, Eugen-Bolz-Platz 1, 72108 Rottenburg, 07472-169-253 (Anmeldung erforderlich).

Deponierte Pfarr-, Dekanats-, Kamerariats-, Kaplanei-, Expositurvikariatsarchive (Faltblatt, beim Archiv erhältlich, mit einer Liste der Orte, deren Kirchenbücher hier deponiert sind). 
Max Duncker: Verzeichnis der württembergischen Kirchenbücher (Stuttgart: Kohlhammer ý1938).

Ludwig Duncker: Kirchenbücherverluste in Württemberg 1939-1945. In: Ergebnisse der württembergisch-badischen Familienforschung (1947) S. 46f.

Heinrich Maulhardt: Diözesanarchiv Rottenburg. Eine Übersicht. Stand 1987. In: Rottenburger Jahrbuch für Kirchengeschichte 7 (1988) S. 297-303.

Baden und Hohenzollern:

Die protestantischen Kirchenbücher in Baden sind meist in den Pfarreien einzusehen, einige Pfarreien haben ihre älteren Bücher (vor 1810) an das Archiv des Evang. Oberkirchenrats in Karlsruhe abgegeben.

Die katholischen Kirchenbücher in Baden und Hohenzollern sind in den jeweiligen Pfarreien einzusehen, Mikrofilme der meisten Bände können im Erzbischöflichen Archiv Freiburg betrachtet werden. Zahlreiche Familienbücher katholischer badischer und hohenzollerischer Pfarreien
wurden aber bei der Verfilmung übergangen.

Zweitschriften der badischen Kirchenbücher für 1810-1869 befinden sich im Generallandesarchiv Karlsruhe und im Staatsarchiv Freiburg.

Archiv des evang. Oberkirchenrats, Blumenstraße 1, 76133 Karlsruhe, 0721-9175-795 (Anmeldung erforderlich).

Erzbischöfliches Archiv, Herrenstraße 35, 7800 Freiburg, 0761-2188-261 (Anmeldung erforderlich, freitags keine Benützung der Mikrofilm-Lese-geräte).

Hermann Franz: Die Kirchenbücher in Baden (Karlsruhe: Braun 1957).
Franz Haug: Verzeichnis der Kirchenbücher Hohenzollerns. In: Hohenzollernsche Jahreshefte 8 (1941, hrsg. 1949) S. 5-29.

Listen der Orte, deren Kirchenbücher im Archiv des Oberkirchenrats in Karlsruhe liegen, finden sich in den Südwestdeutschen Blättern für Familien- und Wappenkunde, Band 15 (1976-1978) S. 225 und Band 16 (1979-1981) S. 604. Seither haben nur noch wenige Pfarreien ihre Bücher nach Karlsruhe abgegeben.

Johni Cerny: A Guide to German Parish Registers, Volume One. Baden, Bavaria, Wuerttemberg. (Baltimore: Genealogical Publishing Company 1988). Übersicht über die Filme der katholischen badischen Kirchenbücher, die sich auch in Freiburg befinden (trotz seiner erheblichen Mängel gut für einen ersten Überblick).

Quellen der Finanzverwaltung

Lagerbücher (Urbare, Beraine, Erneuerungen).
Zeitraum: ca. 14. Jhdt. bis 1800.
Gregor Richter: Lagerbücher- oder Urbarlehre. Hilfswissenschaftliche Grundzüge nach württembergischen Quellen (Stuttgart: Kohlhammer 1979).
Baden: GLA Abt. 66 und in den Archiven der ehemaligen Grundherren. Württemberg: HSAS Bestände H 101-237 und in den Archiven der ehemaligen 
  Grundherren.
Hohenzollern: SASig Dep. 39, für die fürstenbergischen Landesteile im
  FFA.

Steuerlisten.
Zeitraum: 15.-18. Jhdt.
Baden: meist in den Orts- und Ämterakten, soweit vorhanden.
Württemberg: HSAS Bestände A 54a, vereinzelt in A 261 und anderswo, für neuwürttembergische Gebiete in den jeweiligen Beständen. Steuerbücher für altwürttembergische Gemeinden aus dem 18. Jhdt. befinden sich bei den Gemeindearchiven.
Hohenzollern: SASig Dep. 39, soweit vorhanden.
In den Reichsstädten gibt es oft jährlichen Serien von Steuerbüchern.

Amtsrechnungen:
Inhalt: Grundherrliche Einkünfte, Handlohn, Gebühren für Schutz (von Beisassen) und Bürgeraufnahmen, Abzug, Hauptfall, Manumission (Entlassung aus der Leibeigenschaft), Leibhennen, Strafen aller Art, Handwerkslöhne sowie alle übrigen Einnahmen und Ausgaben an Geld, Frucht, Tieren und Materialien. Wichtig sind auch die Beilagen.
Zeitraum: ca. 15. Jhdt. bis heute, nutzbar bis etwa 1810, teils auch bis 1850.
Baden: GLA Abt. 62 und in den Archiven der ehemaligen Grundherren.
Hohenzollern: SASig Dep. 39, für die fürstenbergischen Landesteile im FFA.

Leibeigenschaftsakten.
Neben den eigentlichen Leibeigenenbüchern, meist aus dem 16. und 17.
Jhdt., findet man Einträge über Leibeigene auch in Lagerbüchern, in Urkunden und in Rechnungen bzw. Rechnungsbeilagen.

Militärische Quellen

Zu unterscheiden sind Quellen, die die ortsansässige Bevölkerung betreffen, und Listen von Soldaten.
Württemberg: HSAS A 28a Musterungslisten 1516-1607; ebd. L 6 einige wenige Musterungs- und Auswahllisten des 17. und 18. Jhdts., ebd. A 30a Stammrollen der Offiziere ab 1691, ebd. E 187 drei Serien von Soldatenlisten: 1. Aushebungslisten (1812-1819) bzw. Kontingentslisten (1820-1870) mit den Namen der zum Wehrdienst gezogenen Männer, etwa 25 bis 35% jedes Jahrganges, 2. Assentierungslisten (1806-1871) mit den Namen der Freiwilligen, Kapitulanten, Sträflinge usw., 3. Einsteherbücher (1828-1868) mit Listen der Einsteller (1862-1868), weitere Listen bis 1914 nach Regimentern geordnet.
Baden: nur einige Musterlisten aus dem 18. und 19. Jhdt., die Masse der Akten ist verloren. GLA Abt. 76 und 238: Personalakten der Offiziere.
Hohenzollern: keine solchen Quellen bekannt.

Landeshoheit, allgemeine Verwaltung

17.-18. Jahrhundert:
Die Protokolle der Zentralbehörden (Württemberg, Kurpfalz, die badischen Narkgrafschaften, Salem usw.) enthalten zahlreiche Verhandlungen über einzelne Untertanen in Straf- und Verwaltungssachen. In den größeren Territorien gab es Behörden für verschiedene Gebiete, zum Beispiel in der Kurpfalz:

- Hofrat: Aufnahmen von Bürgern und Beisassen, Gesuche um Steuernachlaß, Streitigkeiten aller Art, Dispense wegen Minderjährigkeit, Manumissionen usw.
- Hofkammer: alles, was mit herrschaftlichen Einnahmen, Ausgaben und Lieferungen zu tun hat, darunter Manumissionen und Gesuche um Nachlaß von Abgaben.
- Kirchenrat.
- Waisenrat.

Die Protokolle der einzelnen Ämter in größeren Territorien enthalten meist auch nicht mehr Fälle als die Protokolle der Zentralbehörden, da alle Fragen diesen zur Entscheidung vorgelegt wurde.

In kleinen Territorien und Reichsstädten bestehen verschiedene Möglichkeiten der Protokollführung:
- eine einzige Protokollserie für alle Arten von Vorfällen.
- verschiedene Serien: Kontraktenprotokolle (Heiratsverträge, Käufe), Gerichtsprotokolle (Klagsachen), Verhörs- oder Audienzprotokolle (Verwaltungssachen, z. B. Aufnahme ins und Entlassung aus dem Bürgerrecht, Erlaubnis zur Heirat).
- Speizalserien: z. B. Manumissionsprotokolle, Handlohnprotokolle.

19. Jahrhundert:
Übergang von Protokollen zu Einzelakten, Aufteilung von allgemeiner Verwaltung und Gerichtsbarkeit, Übergang von Zuständigkeiten an die unteren Verwaltungsbehörden.
Württemberg: Für Bürgerrechtssachen waren zuständig:
  - Einbürgerung: Gemeinden, Oberämter, Kreisgregierungen, Ministerium.
  - Auswanderung: Gemeinden, Oberämter, ab 1871 auch Kreisregierungen.
  - Ansässigmachung von Vaganten: Oberämter. Akten bzw. Einträge über solche Fälle sind in den Archivalien aller dieser Verwaltungsebenen zu finden, am ehesten in den Oberamtsbeständen.
Baden: Zuständig für Einbürgerung und Auswanderung waren die Bezirksämter, daneben vereinzelt die Ministerien. Akten über Ein- und Auswanderungen sowie über strittiges Bürgerrecht finden sich in der Regel in den Akten der Bezirksämter, manchmal auch in Ministerialakten.
Hohenzollern: Zuständig für Auswanderungen waren die Ämter und die Regierung Sigmaringen (ab 1850). Ein- und Auswanderungsakten liegen in den Beständen der Ämter und der Regierung.

Freiwillige Gerichtsbarkeit

Württemberg: Eintragungen über Grundstückskäufe in den örtlichen Kaufbüchern (im Gemeindearchiv), dort auch Heiratsverträge und Erbschaftsakten (Inventuren und Teilungen) bis 1900, danach bei den Notariaten.

Baden: Ab etwa 1800 Käufe in den Kaufbüchern (Grundbüchern) in den Gemeindearchiven sowie in den Akten der Amtsgerichte, Abt. II im GLA, soweit von diesen und den Notariaten bereits abgegeben und nicht eingestampft; vollständig in der Regel ab etwa 1860, dazu Namenregister im GLA bzw. StAF oder noch bei den einzelnen Notariaten. Heiratsverträge und Erbschaftsakten bis 1750 im GLA Abt. 229, allerdings sehr lückenhaft, dann ab etwa 1830 (z. T. ab etwa 1860) im GLA  bzw. StAF in den Akten der Amtsgerichte bzw. Notariate.

Hohenzollern: Ältere Akten (bis etwa 1820 oder 1850) in den Ämterakten, danach vermutlich bei den Gemeinden bzw. Nachlaßakten in den Amtsgerichtsbeständen, aber sehr unvollständig.

Größere Territorien der Zeit vor 1800: Käufe, Erbschaften und dergleichen wurden meist von den einzelnen Ämtern abgewickelt und in Kontraktenprotokolle eingetragen, teils gab es spezielle Behörden für solche Aufgaben (Pfalz: Ausfauteien).

Kleinere Territorien aus der Zeit vor 1800: Vorgänge dieser Art wurden in der Regel vor den einzelnen Ämtern vorgenommen und in die Protokolle eingetragen (Amtsprotokolle oder getrennte Kontraktenprotokolle).

Anhang 1: Bestimmung territorialer Zugehörigkeiten

Bis 1803/1806 waren die größten Territorien im Südwesten:
- das Herzogtum Württemberg
- die badischen Markgrafschaften
- die Kurpfalz
- Vorderösterreich
- das Fürstentum Fürstenberg
- die Fürstentümer Hohenzollern
- die Fürstpropstei Ellwangen
- der Deutsche Orden
- die hohenlohischen Fürstentümer und Grafschaften
- die Grafschaft Limpurg
- die Grafschaft Waldburg
- die westlichen Teile der Markgrafschaft Ansbach
- die östlichen Gebiete des Bistums Speyer
- die Reichsstädte Ulm, Hall, Gmünd, Rottweil, Heilbronn, Rothenburg
  und zahlreiche andere
- zahlreiche Klöster und Stifte
- die Reichsritterschaft
- und eine große Zahl weiterer Herrschaften.

Allgemein:
Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. 8 Bände (Stuttgart: Kohlhammer 1976-1984). - Für alle Orte ist die territoriale Entwicklung angegeben. Erwin Hölzle: Der deutsche Südwesten am Ende des alten Reiches. (Stuttgart: Württ. statistisches Landesamt 1938). - Liste der bis 1803/1806 bestehenden Territorien und der Umwälzungen in jener Zeit.

Baden:
Das Großherzogtum Baden in geographischer, naturwissenschaftlicher, geschichtlicher, wirtschaftlicher und staatlicher Hinsicht dargestellt. Nebst vollständigem Ortsverzeichnis. (Karlsruhe: Bielefeld 1885, Reprint Magstadt: Bissinger ca. 1970).

Württemberg:
Hof- und Staatshandbuch für das Königreich Württemberg. Jahrgang 1901, Teil 2: Ortschaftsverzeichnis des Königreichs Württemberg nach der Volkszählung vom 1. Dezember 1900. (Stuttgart: Kohlhammer 1901).

Anhang 2: Ermittlung von Schrifttum

Württemberg:
Bibliographie der Württembergischen Geschichte, 10 Bände, darin
Band  8,2: Biographische Literatur von 1916-1945.
Band 10,2: Personengeschichtliche Literatur von 1946-1965.
Band 11: Allgemeine, orts- und personengeschichtliche Literatur von 1966-1972.

Baden:
Bibliographie der badischen Geschichte, 9 Bände, darin
Band 8: Orts- und personengeschichtliche Literatur der Jahre 1960-1972.
Band 9: Registerband.

Hohenzollern:
Walter Bernhardt, Rudolf Seigel: Bibliographie der Hohenzollerischen
Geschichte. (Sigmaringen: Thorbecke 1975).

Alle diese Veröffentlichungen erstrecken sich bis 1972. Von da an ist folgende Serie zu befragen:

Landesbibliographie von Baden-Württemberg. Band 1ff. (Stuttgart: Kohlhammer 1978ff.). - Bisher erschienen bis Band 8, Berichtsjahr 1987.

Spezielle genealogische Bibliographien:
Otto Beuttenmüller, Bibliographie der gedruckten badischen bürgerlichen Familiengeschichten. (Neustadt/Aisch: Degener 1968).
Derselbe, Bibliographie der gedruckten württembergischen bürgerlichen Familiengeschichten. (Neustadt/Aisch: Degener 1970-72).

Genealogische Zeitschriften:
Blätter für Württembergische Familienkunde, 9 Bände 1921-1944.
Südwestdeutsche Blätter für Familien und Wappenkunde Bd. 1ff. 1949ff.
Badische Familienkunde 17 Jgg. 1958-1974.

Ortssippenbücher:
Franz Heinzmann: Bibliographie der Ortssippenbücher in Deuschland. (Düsseldorf: Heinzmann 1986).
Eine Liste der badischen Ortssippenbücher findet sich in Südwest deutsche Blätter für Familien- und Wappenkunde Band 16 S. 134f. (1979).

Anhang 3: Archive und Archivinventare

Allgemeines:
Archive und Archivare in der Bundesrepublik Deutschland, Osterreich und der Schweiz. 14. Ausgabe (München: Verein deutscher Archivare 1986). Enthält Anschriften von staatlichen und anderen Archiven im deutschsprachigen Raum.

Minerva-Handbücher Archive im deutschsprachigen Raum (Berlin, New York: de Gruyter ý1974). Anschriften und Bestandsübersichten der großen und vieler kleiner Archive.

Das staatliche Archivwesen in Baden-Württemberg. Aufgaben, Organisation, Archive (Stuttgart: Landesarchivdirektion 1981). Bestandsübersichten und Literaturangaben zu den einzelnen Archiven - eine gute Einführung.

Staatliche Archive:

Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Konrad-Adenauer-Str. 4, 7000 Stuttgart 1,
0711-212-5320 (HSAS). Bestände:
A Altwürttemberg (bis 1805), soweit nicht in Selektbeständen eingereiht.
B Neuwürttembergische Herrschaften bis 1810, soweit der Verwaltungssitz in Südwürttemberg-Hohenzollern lag (Vorderösterreich, Ritterschaft und viele andere).
C Reichs- und Kreisinstitutionen vor 1806.
E Ministerialbestände bis 1945.
G Württembergisches Hausarchiv.
H Selekte (Karten, Lagerbücher und anderes).
J Sammlungen (u. a. zur Landes- und Familiengeschichte).
L Landständisches Archiv.
E, M Militärbestände ab 1806 (Lager- und Benützungsort: Gutenbergstr. 109, 7000 Stuttgart 1).
N Karten, Pläne, Zeichnungen.
P Deposita.
Q Nichtstaatliches Archivgut. Beständeübersichten: Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, 6 Bände (Stuttgart: Kohlhammer 1974-1983).

Staatsarchiv Ludwigsburg, Schloß, 7140 Ludwigsburg, 07141-18-6310 (SAL).
Bestände:
B Neuwürttembergische Herrschaften bis 1810, soweit der Verwaltungssitz in Nordwürttemberg lag (Ansbachische Ämter im späteren Württemberg, Deutscher Orden, Ellwangen und viele andere).
D Behörden der Übergangszeit 1803-1817.
E Zentral- und Mittelbehörden 1806-1945 (z. B. Kreisregierungen).
F Untere Verwaltungsbehörden 1806-1945, soweit der Amtssitz in Nordwürttemberg lag (Oberämter, Amtsgerichte usw., Zweitschriften der kath. Kirchenbücher).
G Hofkammer des Hauses Württemberg.
IL Sammlungen (Karten, Siegel usw.).
Bestandsübersichten: Wolfgang Schmierer, Alois Seiler: Staatsarchiv Ludwigsburg. Gesamtübersicht der Bestände. (Ludwigsburg: Staatsarchiv 1974).
Wolfgang Schmierer: Übersicht über die Bestände des Staatsarchivs Ludwigsburg. Ober- und Mittelbehörden 1806-1945 (Stuttgart: Kohlhammer 1980).

Außenstelle des Staatsarchivs Ludwigsburg: Hohenlohe-Zentralarchiv, Schloß, 7113 Neuenstein, 07942-2277.
Archivalien der hohenlohischen Grafschaften.

Staatsarchiv Sigmaringen, Karlstraße 3, 7480 Sigmaringen, 07571-104-392. Bestände:
Behörden der hohenzollerischen Grafschaften bzw. Fürstentümer. 
Behörden der preußischen Provinz Hohenzollern.
Untere württembergische Verwaltungsbehörden 1806-1945, soweit der Amtssitz in Südwürttemberg lag.
Deposita:
Dep. 30 Thurn und Taxis (zahlreiche Archive von Herrschaften aus dem Raum Ehingen, Biberach, Riedlingen, Saulgau bis 1803).
Dep. 39 Fürstlich Hohenzollernsches Haus- und Domänenarchiv (die gesamte Finanzüberlieferung der hohenzollernschen Behörden).

Generallandesarchiv Karlsruhe, Nördliche Hildapromenade 2, 7500 Karlsruhe 1, 0721-135-2251 (GLA).
Die älteren Bestände sind teilweise nach Selekten geordnet, wichtig:
61  Protokolle
62  Rechnungen (zahlreiche Kassationen)
66  Beraine (d. i. Urbare)
69  Privatarchive (zahlreiche Adelsarchive)
70  Gemeindearchive
Im GLA finden sich die staatlichen Archivalien von Behörden im Gebiet des späteren Großherzogtums Baden bis 1806 und alle weiteren außer den Unterbehörden im heutigen Südbaden, also besonders
 84-107 Geistliche Territorien (Allerheiligen bis Waldkirch)
108-122 Weltliche Territorien (Badenweiler bis Triberg)
123-138 Ritterschaftliche Archive
129-194 Ämter (Achern bis Zwingenberg)
195-228 Städte (Baden-Baden bis Zell a. H.)
229 Akten über einzelne Orte (bis etwa 1820, riesiger Bestand)
249-309 Amtsgerichte (Achern-Wolfach, darin zahlreiche Nachlaßakten bis 1900, die Masse der südbadischen Akten in Freiburg).
337-389 Bezirksämter (Achern bis Wolfach, die Masse der südbadischen Akten in Freiburg).
390 Zweitschriften der Standesbücher 1810-1869 (Nordbaden).
Manfred Krebs: Gesamtübersicht der Bestände des Generallandesarchivs Karlsruhe (Stuttgart: Kohlhammer 1954-57).
Die Bestände des Generallandesarchivs Karlsruhe, Teil 1ff. (Stuttgart: Kohlhammer 1988ff.)

Staatsarchiv Freiburg, Colombistraße 4, 7800 Freiburg, 0761-204-4065
(StAF). Unterbehörden (Bezirksämter, Amtsgerichte einschl. Notariate) im Bereich Südbadens ab 1806, einschl. der Standesbücher.

Staatsarchiv Wertheim, Bronnbach 19, 6380 Wertheim, 09342-1037 u. 1038.
Akten der Grafschaften Löwenstein und Wertheim.

Kreisarchive

Die Kreisarchive sammeln die Überlieferung der Kreisbehörden, soweit sie nicht schon an staatliche Archive abgegeben wurde. Im Kreisarchiv Biberach befinden sich Mikrofiches der katholischen Kirchenbücher des Kreisgebiets. In manchen Kreisarchiven werden auch Gemeindearchive aufbewahrt.

Die Anschriften finden sich in: Archive und Archivare (siehe oben) S. 18-25.

Bisher ist von keinem Kreisarchiv ein Inventar erschienen.

Stadt- und Gemeindearchive

Die Anschriften finden sich in: Archive und Archivare (siehe oben) 
S. 25-77.
Hier sind teils sehr umfangreiche Bestände zu erwarten, besonders in den Archiven der ehemaligen Reichsstädte (Ulm, Esslingen, Reutlingen, in Heilbronn starke Kriegsverluste; die reichsstädtischen Archive sind nur unzulänglich verzeichnet).

Das typische württembergische Gemeindearchiv enthält:
- Inventuren und Teilungen (17. Jhdt. oder später bis 1900).
- Pflegschaftsakten (18.-19. Jhdt.)
- Kaufbücher (18.-19. Jhdt.)
- Unterpfandbücher (18.-19. Jhdt.)
- Bürgerbücher (19. Jhdt.)
- Gemeinderats- und Gerichtsprotokolle (18.-19. Jhdt.)
- Feuerversicherungskataster (19. Jh.)

Literatur: Württembergische Archivinventare, Heft 2-24 (Stuttgart: Kohlhammer 1912-1952).

Inventare der nichtstaatlichen Archive in Baden-Württemberg, Heft 1ff. (Stuttgart: Kohlhammer 1954ff.)

Bestandsübersichten über die hier nicht genannten Archive finden sich für die meisten Oberämter in Hauptstaatsarchiv Stuttgart, J 424 (Pflegeraufnahmen ca. 1890-1948) und J 425 (Inventare von Kreis- und Gemeindearchiven).

Das typische badische Gemeindearchiv enthält:
- Bürgerbücher
- Kaufbücher, Grundbücher (Besitzwechsel von Grundstücken)
- Unterpfandbücher (Hypotheken)
- zum Teil Nachlaß- und Pflegschaftsakten (18.-19. Jhdt.)
Übersichten über den Inhalt badischer Gemeindearchive wurden in den Mitteilungen der Badischen Historischen Kommission (Anhang zur Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins) veröffentlicht. Register dazu erschienen in NF 10 (1895) und NF 61 (1952).
Inventare über die meisten badischen Gemeindearchive stehen im Repertoriensaal des Generallandesarchivs Karlsruhe.

Kirchliche Archive

a. Pfarrarchive:

In den Pfarrarchiven werden von Genealogen in der Regel nur Kirchenbücher eingesehen. Weitere Abgaben finden sich oben in Teil 1 des Abschnitts über die Quellen.

b. Zentrale kirchliche Archive.

Landeskirchliches Archiv, Gänsheidstraße 4. 7000 Stuttgart 1, 0711-2149-373 (Anmeldungen für die Mikrofilm-Lesegeräte viele Monate im voraus).

Gerhard Schäfer: Landeskirchliches Archiv. Übersicht über die Bestände und Inventar der Allgemeinen Kirchenakten (Stuttgart: Kohlhammer 1972).

Adelsarchive

Die Adelsarchive sind teils in Privatbesitz und mehr oder weniger gut zugänglich, teils als Deposita oder Eigentum in staatlichen Archiven.

Vereinsarchive

Verein für Familien- und Wappenkunde, Konrad-Adenauer-Str. 8, 7000 Stuttgart 1, 0711-212-5404.
Hier befinden sich die Nachlässe verschiedener Genealogen (unverzeichnet).







 

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